Schmieden

Schmieden und seine Nebenwirkungen

oder

die agogische Arbeit mit Feuer und Eisen

Wahrnehmen, verstehen, erklären, verändern.

Unter Schmieden versteht man seit Jahrtausenden das spanlose Umformen von Metallen.

In dieser Arbeit bleibt die Menge des Materials gleich, die Form allerdings ist- je nach Werkzeug und Geschick – änderbar….

Nichts, was einmal war, muss verloren oder aufgegeben werden.

Beim Schmieden wird mit Hilfe von Werkzeug und Wärme starres Material behutsam in eine andere Form gebracht.

Dieses Erhitzen kann als eine Art Erkenntnisprozess verstanden werden, bei der durch Energie  die Aufweichung erstarrter Narrative in Lebensbiographien angeregt wird.

Amboss und Hammer sind die Methoden des Lernens und Verstehens.

Die neue Form wird sichtbar und  erklärbar.

Das Kühlungswasser zum Festigen der neuen Form, übernähme – um in dieser Symbolsprache zu bleiben – die Bestärkung der Veränderung.

Ein Mensch mit seiner/ihrer Geschichte – egal wie sie auch sei-             darf sich verändern, ohne Teile seiner/ihrer Lebensgeschichte zu verleugnen oder gar abzuschneiden.

Die Energie und Motivation, an der aktuellen Lebenssituation arbeiten zu wollen, ist das Feuer, welches erstarrte Formen veränderbar macht.

Die richtigen Werkzeuge, eine gut dosierte Kraft und die Vorstellung der Veränderung, ermöglichen eine Neugestaltung der Zukunft.

Diese neue Form darf entdeckt, gestaltet und gefestigt werden.